I moons (2016)

In I moons entwirft Jenny Haack einen männlichen Charakter mit Zottelbart, der über seine Vergangenheit als Tänzer philosophiert. Fragmenthaft wirft dieser einzelne Erinnerungsfetzen in den Raum, verhandelt in wenigen Sätzen die Geschichte des Zeitgenössischen Tanzes, um im nächsten Moment in Erinnerungslücken zu verfallen.
Halb Mann mit Bart, halb Frau entsteht ein irritierendes und überraschendes Spiel mit der Fiktion einer vergangenen Tänzerkarriere, mit Stimmungswandeln und Bruchstücken getanzter Momentaufnahmen. Irritierend wandelt die Tänzerin an der Schwelle von Sprache und Stimmlauten, die einer vergessenen Zeit anzugehören scheinen. So verbinden sich die komplexen Bewegungsfragmente des Tanzes mit inneren Landschaften.

(Premiere Juli 2016, ada Tanzbühne Berlin)
Geprobt und unterstützt durch DOCK11
Dank an Lea Barletti

Videolink/ tanzforumberlin